Sand ist nicht gleich Sand, oder doch?

sand-138879_640Egal, was zu bauen ist, ein Gartenweg, eine Steinmauer, immer wird Sand benötigt. Sei es zum Anmischen von Mörtel oder als Untergrund, bevor die Steinplatten verlegt werden. Doch Sand ist nicht gleich Sand. Nicht jeder Sand kann für jeden Zweck verwendet werden. Worin die Unterschiede liegen, schauen wir uns nun an.

• Riesanda
Dies ist der Handelsname für ein Gemisch aus einem sogenannten bindigen Teil (meist Ton o.ä.), Sand und Kies bzw. Gestein. Verwendet wird dieses Gemisch für Wegedeckschichten. Es ist notwendig, diesen „Sand“ zu verdichten und zu wässern. Danach folgt eine Phase der Austrocknung des Materials, das erst am Ende dieser Phase endgültig fest wird.

• Split
Wir alle kennen diesen Straßenbelag, der unseren Autolack äußerst unangenehm ins Visier nimmt. Hierbei handelt es sich um mehrfach gebrochene Natursteine. Sie haben sich nicht nur als günstiger Wegbelag erwiesen, sondern eignen sich auch als frostsichere Füllung von Rasengittern sowie in breiten Plattenfugen.

• Kies-Sand-Gemisch 0,16 mm
Wird ein Unterbau für Wege oder Stellplätze benötigt, die mit Platten oder Pflaster ausgestattet werden sollen, wird zu diesem Gemisch gegriffen. Aufgrund der Kiesbeigabe kann Regenwasser schneller abgeleitet werden, wodurch die Platten fest an Ort und Stelle bleiben.

• Estrichkies
Ein gutes Betongemisch besteht bis zu 80 % aus Sand und Kies. Für Estrich, das auch zu den Betonarten gehört, wird eine Körnung von 0 bis 8 mm verwendet. Handelt es sich um eine Anmischung für Beton wird eine Körnung von bis zu 32 mm eingesetzt.

• Putz- und Mauersand
Dieser Sand ist ein wenig feiner als der reine Mauersand. Er wird zum Anmischen von Putzmörtel sowie Fugenmörtel eingesetzt.

• Mauersand
Wie der Name verrät, wird er zum Anmischen von Zement verwendet. Aufgrund seiner Feinkörnigkeit mit bis zu 2 mm ergibt sich ein perfekten Mauermörtel, wenn auf 3 Teile Mauersand 1 Teil Zement gegeben wird. Dieser Sand ist es auch, der als Sandkistensand für kleine Kinder verkauft wird.

• Fugensand
Er hält, was er verspricht. Denn bei ihm handelt es sich um den feinen Sand, der in die Fugen von Platten und Pflastern zunächst mit dem Besen eingebürstet und dann eingeschlemmt wird.

• Plattensand
Dieser Sand wird in einer Körnung von 0 bis 8 mm gehandelt. Er wird als maximal 5 Zentimeter dicke Ausgleichsschicht beim Verlegen von Platten eingesetzt.

Fazit: Für jede Arbeit, die mit Sand getätigt werden soll, muss man sich im Vorwege darüber informieren, welcher Sand nun der richtige ist, damit die Sache Hand und Fuß hat.